• CACHACA

    CACHACA

    EINE DER MEIST VERKAUFTESTEN SPIRITUOSEN DIESER WELT IST WEITERHIN AUF DEM SIEGESZUG!

    Rund um unseren Planeten wird in den Bars und Restaurationen dieser Welt das Zuckerrohr-Destillat Cachaça in einer Vielzahl von leckeren Drinks und Batidas verarbeitet, aber zugegebener Maßen wohl meistens als Basis für unzählige Caipirinhas. Zu verdanken haben wir die Bereicherung unseres Barangebotes mit dem trendigen Zuckerrohrbrand den Brasilianern, deren Nationalgetränk seit über 15 Jahren auch in Deutschland zunehmend an Beliebtheit gewann. Damals war es die Münchener Firma Anton Riemerschmid, die mit der Marke Pitú den ersten Cachaça auf dem deutschen Markt etablierte, diesen aber aus heute nachvollziehbaren Marketinggründen noch als „brasilianischen Rum“ beschreiben musste, um überhaupt Akzeptanz zu finden. Mittlerweile ist Cachaça nicht mehr vom Spirituosenmarkt wegzudenken und immer mehr Importeure bieten deutschlandweit fast ein Dutzend unterschiedlicher Cachaça-Marken an. Zu empfehlen sei jedem, der sich mit der Kunst des Mixens beschäftigt, ruhig einmal die Degustation verschiedener Cachaças zu versuchen. Die mögliche Bandbreite der Destillate in bezug auf Geschmack, Aroma und Farbe wird mit Sicherheit überraschen. Es ist zwar vermessen den Begriff „Terroir“ bei Wein zum Vergleich heranzuziehen, doch ein Tasting unterschiedlicher Marken, dieser oft als robust und rau beschriebener Spirituose, zeigt sehr wohl, welche Unterschiede möglich sind. Sei es die Herkunft des Zuckerrohrs, die Art der Destillation oder der Hefen, sowie oft auch die abschließende Lagerungen in Fässern unterschiedlicher tropischer Holzarten. Alle Faktoren zusammen prägen die Qualität einer Marke, nicht zuletzt die Kunstfertigkeit des Destillateurs.

    Der Rohstoff Zuckerrohr
    Zuckerrohr ist eine kultivierte Form des Süßgrases, einer Staude, die bis zu 7 Metern Höhe erreichen kann und deren 2-7 Zentimeter dicken Halme von einem weißen Mark gefüllt sind, das einen Zuckergehalt von 13-20 Prozent erreicht. Indien und Brasilien sind heutzutage die größten Zuckerrohranbaugebiete der Welt. Nachweisen lässt sich die Herkunft des Süßgrases im 4. Jh.n.Ch. in Indien, von wo es durch Handel mit den Arabern als Luxusware (Heil- und Stärkungsmittel) über den Orient ins Abendland, speziell in den Mittelmeerraum, gelangte. Erst Kolumbus nahm im 15. Jh. das mediterrane Süßgras auf seinen Erkundungsreisen von Andalusien über die Kanaren mit zu den Westindischen Inseln. Die Jesuiten verbreiteten die Pflanzen wenige Jahrzehnte später auch auf dem südamerikanischen Kontinent und außerordentlich erfolgreich in Brasilien.

    Herstellung von Cachaça
    Bis zu 5 Kilo Zuckerrohr werden benötigt, um das Endprodukt auf eine Flasche zu füllen. Frisches, noch grünes Zuckerrohr oder dessen vergorener Saft ist die Basis des Destillates. Da bei Cachaça frisches Zuckerrohr eingesetzt wird – und nicht wie bei der Rumherstellung die Melasse nach der Zuckergewinnung – ist das Zuckerrohrdestillat relativ rein und sortentypisch mit deutlichem harmonischen Zuckerrohraroma und durchaus mit der Herstellung von Obstbränden hierzulande zu vergleichen. Die Haupterntezeit liegt in Brasilien zwischen Mai und November. Das Zuckerrohr wird noch am Tag der Ernte möglichst in der unmittelbaren Nähe der Plantagen verarbeitet, indem es gehäckselt und ausgepresst wird. Bei einer Kaltpressung erreicht man zwar nur etwa 8 Prozent an Inhaltsstoffen der Pflanze als Ausbeute, doch ist die Methode weitaus aromaschonender als eine Heißpressung mit 22 Prozent Ausbeute.

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